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Die Holländermühle in Kremmen
Geschrieben von: Gary Koch
Mittwoch, den 23. Juni 2010 um 21:49 Uhr

(Kremmen) Eine besondere Mühle unter den Mühlen in Kremmen war die Holländermühle mit ihren fünf Flügeln an der Ruppiner Chaussee. Im 18.Jahrhundert stand sie bei Schwerin

 in Mecklenburg und mahlte das Mehl zu dem Soldatenbrot der Schweriner Truppen. Im Jahre 1895 brannte in Kremmen eine Mühle ab und deren Besitzer kaufte diese Schweriner Mühle, ließ sie nach Kremmen befördern und baute sie hier wieder auf (Bild 1). Im Jahre 1931 wurde sie innen gründlich ausgebessert und sollte so die nächsten Jahrzehnte gut überstehen. Mit der Motorisierung standen die Flügel nur noch still im Winde und zerfielen (Bild 2). Nach dem zweiten Weltkrieg betrieb der Müllermeister Vogler die Mühle. Nach der Überlieferung entzündete sich im Sommer 1952 Sägemehl an einer heißgelaufenen Welle und die Mühle brannte ab (Bild 3 und 4). Der achteckige Unterbau ist auf dem Grundstück von Herrn Bethke noch zu sehen. Diese Mühle war vom Typ her ein Erdholländer und ist wie bisher angenommen in Deutschland gar nicht so selten gewesen. Nach Aussagen von Hobbymühlenforschern hat es ca.30 Mühlen dieses Typs gegeben. Am meisten verbreitet ist die Holländermühle mit 4 Flügeln als Galerie- und Erdholländer. Wer sich genauer informieren möchte kann im Internet unter www.deutsche-muehlen.de interessantes über Deutschlands Mühlen erfahren. Allein für Brandenburg gibt es dort 258 Einträge. Spitzenreiter ist in den alten Bundesländern Niedersachsen mit 1657 Objekten und in den neuen Bundesländern Sachsen Anhalt mit 550 Objekten. Die letzte Mühle von Kremmen war eine Bockwindmühle und stand in der Nähe des Bahnhofs (Bild 5).

Heinz Bielicke