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Köchin mit Leib und Seele
Geschrieben von: Administrator
Freitag, den 26. Februar 2010 um 12:20 Uhr

Fast jeder in Kremmen kennt sie. Eli Schwanke, die gute Seele der Stadt Kremmen. Ihre Lehrzeit als Köchin absolvierte sie von 1966-69 im Kremmener „Klubhaus“, beim damaligen Betreiber Herrmann Schlötcke. Nach erfolgreichem Abschluss ihrer Ausbildung, arbeitete sie im Oranienburger „Gesellschaftshaus“ und kehrte dann als Köchin ins „Klubhaus“ zurück. 1979 machte sie sich schließlich mit ihrem damaligem Ehemann selbständig und übernahm die in der Region allseits bekannte „Kremmener Seegaststätte“, welche sie bis 1985 betrieb.

Schon hier bewies sie großes Kämpfer- und Improvisationstalent, denn diese Gaststätte war auf Pfählen in den See gebaut und aufgrund der damaligen Mangelwirtschaft ,krankte dieses empfindliche Bauwerk an allen Ecken und Enden. Schließlich eröffnete sie dann im Jahre 2003, gemeinsam mit Ihrer Tochter Andrea, das „Altstadtstübchen“, welches sich als Restaurant, Café und Partyservice, über die Region hinaus, einen Namen gemacht hat. 2007 dann traf Elfi das Schlimmste, was einer Mutter nur passieren kann: Bei Tochter Andrea wurde ein Hirntumor diagnostiziert. Durch anscheinend fehlerhafte Diagnosen und Falschberatung von Berliner Neurologen, begann für Tochter Andrea eine schreckliche Odyssee. Kurz vor Weihnachten 2007, wurde vermutlich bei einem OP-Fehler, das Gehirn derart verletzt, daß Andrea vollständig gelähmt war. Eingeschlossen in Ihrem Körper, unfähig sich zu äußern aber bei vollem Bewusstsein, wurde Andrea von einem Krankenhaus an das nächste verwiesen, bis Sie schließlich als unheilbar krank, an das Bett und Geräte gefesselt nach Hause entlassen wurde, wo sie im August 2009 nach langem Leidensweg schließlich starb. „Die Ärzte haben Andreas Tod wissentlich in kauf genommen und Ihr die verbliebene Lebenszeit gestohlen“ schimpft Elfi verbittert. „Man wollte nur an Ihr herumprobieren und hat uns damals wissentlich getäuscht. Aber: Gottes Mühlen mahlen langsam aber gerecht!“ ist sich Elfi Schwanke sicher. Mehrfach stand sie, nach dem Tod ihrer Tochter, kurz davor alles hinzuwerfen und das „Altstadtstübchen“ zu schließen, da sie nunmehr alles alleine machen musste und es viele Querelen mit dem Personal gab, welches den Umstand, daß der Rückhalt von Andrea natürlich auch hier fehlte, ständig versuchte auszunutzen.

 

„Aber meine Tochter hätte nicht gewollt, daß ich aufgebe“ sagt Elfi und rührt dabei energisch in einem großen Suppentopf. Größtes Standbein des „Altstadtstübchens“ sind die leckeren Buffets, für Feierlichkeiten jeder Art und Größenordnung. Dieser Service hat sich mittlerweile in der gesamten Region herumgesprochen. Für die Lieferung der leckeren, reichhaltigen Buffets, werden keine Fahrtkosten berechnet. Kalte und warme Platten gemischt z.B. mit Kassler & Sauerkraut, Bratkartoffeln, Käseplatten, Schweinebraten, Buletten usw. gibt es schon für 9,90 € pro Person. Aber auch wer direkt eine Party im Altstadtstübchen feiern möchte, ist herzlich willkommen. Derzeit wird Personal gesucht. Ein Koch, sowie Servicekräfte für Küche und Bedienung, sollen das Team verstärken.

Bei Interesse schicken Sie Ihre schriftliche Bewerbung an:
Altstadtstübchen, Elfi Schwanke, Ruppiner Straße 2, 16766 Kremmen. Tel: 033055 / 22616