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Quandt´s Finanztips Teil 1 - Aller Anfang ist schwer...
Geschrieben von: Gary Koch
Mittwoch, den 23. Juni 2010 um 21:15 Uhr

Der kostenlose Wegweiser für ihren Vermögensaufbau

Liebe Leser,

sicher haben auch sie schon einmal die Werbung für solche Bücher gesehen. Titel wie „einfach zum Millionär" oder ähnliche werden im Handel zu happigen Preisen angeboten. Meist schreiben Leute diese Bücher um mit den Einnahmen daraus überhaupt erst einmal Geld zu verdienen. Einige Autoren derartiger Werke

, z.B. ein Herr Bodo. S. kamen später sogar in Situationen, in denen sie ihren Aufenthaltsort „nicht mehr frei bestimmen" konnten. Ich habe mich dazu entschlossen, auf vielfachen Wunsch, hier regelmäßig eine kleine Finanzrubrik beizusteuern damit auch Sie, ohne viel Geld für „Wie werde ich Millionär" ausgeben zu müssen ein paar Tips zum Vermögensaufbau bekommen. Nun werden viele sagen: Finanztips brauche ich nicht, ich hab eh kein Geld um es anzulegen. Da sage ich: Falsch! Regel Nr. 1: Schon mit kleinsten Beträgen kannst du Großes bewegen! Das ist natürlich zunächst einmal einfach dahergesagt. Was also tun mit den kleinen Beträgen? Eine pauschale Antwort auf diese Frage gibt es nicht. Die optimale Strategie ist stets abhängig von ihrer individuellen finanziellen Situation, in der sie sich derzeit befinden. Ich möchte Ihnen hier ein Beispiel geben. Sie wohnen zur Miete, haben einen Ratenkredit für das Auto, eine Wohnungseinrichtung auf Abzahlung, den Dispokredit in Anspruch genommen und auch bei einer Kreditkartenfirma mit der praktischen „Kreditline" auf dem Kartenkonto stehen sie in der Kreide. Nun haben Sie nach Abzug aller monatlichen Raten aber immer noch etwas übrig, sagen wir 100€, die gespart werden sollen. Was tun mit den 100€? Die nette Beraterin in der regionalen Bank, bei der sie auch ihren Dispo laufen haben, würde ihnen jetzt sicher einen tollen Sparvertrag empfehlen auf den sie 3, 4 oder sogar 5% Zinsen erhalten. Obendrauf gibt es nach 10 Jahren eine Bonuszahlung. Super Angebot! Oder? Nein! Wenn Ihre Situation in etwa dem Vorgenannten entspricht sind Sie in der glücklichen Lage, bis zu 15 oder 18% Zinsen für ihre 100€ bekommen zu können. Wie? Ganz einfach! Zahlen sie z.B. monatlich zusätzlich 100€ mehr an Raten auf die Schulden bei der Kreditkartenfirma. Oder reduzieren sie ihren Dispo um diesen Betrag. Teilweise werden von Kreditkartenfirmen für sogenannte „Rahmenkredite" tatsächlich mit allen Nebenkosten bis zu 18% Zinsen berechnet. Mehr Geld verdienen als Ihre Konsumentenkredite zurückzuzahlen können sie definitiv nicht! Und diese „Anlage" ist zu 100% sicher!

Ich habe mich vor einigen Wochen mit einer Frau unterhalten, deren Bankberaterin ihr tatsächlich einen Sparvertrag mit 2,5% Zinsen verkaufen wollte, während die gleiche Kundin bei ihr mit dem Dispo 6000€ Schulden hatte und dafür 11,75% Zinsen zahlen musste. Stellen Sie sich das bitte einmal genau bildlich vor: Ich borge Ihnen Geld für 11,75% und sie geben es mir für 2,5% wieder zurück! Sie würden mir dann also monatlich 9,25% Zinsen zahlen. Für nichts! Das hört sich absurd an? Das klingt nach Betrug? Mitnichten! Das ist die Beratung in ihrer örtlichen Regionalbank. Völlig legal. Und die Mitarbeiter der Banken können noch nicht mal selbst etwas dafür. Es wird natürlich in jeder Bank eine Statistik geführt wieviele solcher „Verträge" jeder Berater verkauft hat. Sind es nicht genug, dann steht möglicherweise die Kündigung im Raum. Oder zumindest gibt es keine Beförderung oder Gehaltserhöhung. Eine Filialleiterin aus einer kleinen Stadt in der Region erzählte mir, dass sogar die Schliessung der Filiale im Raum steht, wenn nicht genug Profit durch solche Verträge „erwirtschaftet" wird. Für mich ist das alles nichts anderes als legaler Betrug! Regel Nr. 2 lautet also: Traue niemals deinem Bankberater. Er möchte nur dein Bestes! Er möchte dein Geld! Nun, ein Beispiel in die andere Richtung. Sie haben keine Schulden, haben 10 oder 20.000€ die sie anlegen möchten. Und könnten sogar einen Verlust des Geldes verschmerzen? Was also damit tun? Fangen wir hier heute mit dem Einfachen an. Spekulation an der Börse. Natürlich nicht mit irgendwelchen Penny-Stocks von dubiosen Firmen auf den Cayman-Inseln. Nein, Aktien grosser Global Player müssen wir kaufen. Bei denen ist die Gefahr einen Totalverlust zu erleiden wesentlich geringer. In den meisten Börsenratgebern können sie lesen „Kapital breit streuen um Verlustrisiken zu begrenzen!" Falsch! Meine Regel Nr. 3: Willst du kein Risiko dann gehe nicht an die Börse! Hier kommt dann auch gleich Regel Nr. 4: Kleines Risiko = kleine (oder sogar fast keine) Verdienstmöglichkeiten! Aber wir haben ja keine Schulden und wollen möglichst viel Geld verdienen bei überschaubarem Risiko. Also müssen wir an der Börse nach Gelegenheiten suchen. Und die gibt es immer. Auch unter den grossen Werten. Ich kenne persönlich Anleger, welche mit solchen Werten und Gelegenheiten hunderte Millionen und mehr verdient haben. Das konnten sie natürlich nur weil sie schon hunderte Millionen hatten, um solche Aktien bei guten Gelegenheiten im grossem Umfang zu kaufen. Aber auch Sie als Kleinanleger mit z.B. 10.000€ haben die Möglichkeit bei solchen Gelegenheiten ihr Geld zu verdoppeln oder zu verdreifachen. Und ich betone nochmals: Nicht mit Ramschaktien sondern grossen Werten. Nun werden sie sich fragen wo man solche Gelegenheiten finden kann. Ganz einfach: Schauen sie Nachrichtensendungen, lesen sie Tageszeitungen. (Natürlich nicht den Anzeigenteil wo man Ihnen dubiose Versprechungen macht!) Ich spreche von Nachrichten über aktuelle Ereignisse in der Weltwirtschaft oder über Nachrichten grosser Unternehmen. Sie wollen ein konkretes Beispiel? Kein Problem. Nehmen wir z.B. die Ölkatastrophe im Golf von Mexiko. Schauen wir uns z.B. die Aktie von BP an. Am 20. April notierte diese Aktie etwa bei 60€ Am 9. Juni dann bei 29,20€. Sie hat also 50% ihres Wertes verloren. Nun müssen wir überlegen. Was könnten wir daraus machen? Wie wird sich die BP Aktie in nächster Zeit entwickeln? BP kündigt an, etwa Anfang August durch eine „Entlastungsbohrung" den Ölaustritt stoppen zu können. Wird dies gelingen? Wie funktioniert sowas? Wie oft wurde derartiges schon versucht. Recherchieren wir also ein wenig. Da können wir z.B. lesen, dass es sehr kompliziert sein soll ein Bohrloch mit nur 18cm Durchmesser in einer Tiefe von 4000m unter dem Meeresgrund mit einer zweiten Bohrung zu treffen. Gelungen ist dies aber schon mehrfach. Jedoch meist nie im ersten Anlauf. Mit meinem laienhaften Sachverstand wage ich also die Prognose, dass BP es nicht im ersten Anlauf schaffen wird. Es wird Rückschläge geben. Letztlich wird BP es aber im Laufe des Jahres schaffen, dass Loch zu stopfen. (So meine persönliche Prognose) Nach diesem Szenario wird die BP Aktie bei den ersten Rückschlägen noch weiter erheblich einbrechen. Wenn das Loch gestopft ist wird der Kurs ganz kurzzeitig wieder etwas steigen. Und dann erneut einbrechen, weil die Analysten anfangen darüber zu diskutieren, was das alles BP nun kosten wird, BP das möglicherweise nicht verkraften wird usw. Da ein grosses Traditionsunternehmen wie BP, mit realen Werten jedoch nicht einfach Pleite geht wie der Klempnermeister von nebenan, wird es meiner Erwartung nach drei Szenarien geben: 1. Die Kosten sind widererwartend so hoch das BP es nur schwer alleine schaffen kann. Ein Konkurrent nutzt den niedrigen Aktienkurs und die Probleme von BP zur Übernahme. Ergebnis: Meine Aktien werden steigen! 2. Die Kosten sind hoch, niemand möchte BP als ganzes Übernehmen. Der Konzernmantel „BP" geht in die Insolvenz, die Firma wird vom Insolvenzverwalter zerschlagen und in Teilen an Konkurrenten verkauft. Meine Aktien werden wertlos, ich verliere meinen Einsatz! 3. BP schafft es alleine. Unzählige Klagen werden gegen BP eingereicht. Nach jahrelangem Rechtsstreit einigt man sich auf eine pauschale Entschädigung. Ergebnis: Meine Aktien werden steigen! Ich persönlich halte Variante 3 für die wahrscheinlichste. Ich entschliesse mich also in BP zu investieren. Aber wann und zu welchem Kurs steige ich ein? Nun, diese Entscheidung ist wirklich ein Glücksspiel. Ich persönlich würde auf den Moment warten, wo BP ankündigt die Quelle nun zu verschliessen und dann möglicherweise erneut scheitert. Möglicherweise bricht der Kurs dann auf 20 oder gar 15€ ein. Bitte, lieber Leser! Lassen Sie sich von mir hier nicht dazu verführen, in BP zu investieren. Möglicherweise kommt es auch alles ganz anders mit BP. Ich möchte ihnen hiermit nur an einem realem Beispiel aufzeigen, wie sie ihre Kaufentscheidung bei „Gelegenheiten" auf dem Aktienmarkt treffen sollten. Darum kommt hier jetzt meine Regel Nr. 5: Investieren Sie nur in Aktien von Unternehmen dessen Geschäft Sie auch nachvollziehen können. Regel Nr. 6: Überlegen Sie persönlich genau, wie es Ihrer Meinung nach mit dem Unternehmen weitergeht. Vertrauen sie nicht auf „Aktienbriefe" , den Rat von Bankberatern oder irgendwelchen Prognosen von Analysten aus „Anlegermagazinen". Bilden sie sich ihre eigene Meinung und Strategie und handeln sie nur nach dieser! Nur so können sie an der Börse viel Geld verdienen. Springen Sie auf irgendwelche Trends auf, die in Zeitungen beworben werden, ist es für einen günstigen Einstieg meist schon viel zu spät. Die weltweit erfolgreichsten Investoren haben ihre Aktien meist dann gekauft, wenn die Unternehmen in einer tiefen und plötzlichen Krise steckten und kaum jemand sie haben wollte.

Soweit so gut. Aber was nun? Möglicherweise haben Sie bisher noch niemals in Ihrem Leben eine Aktie gekauft. Wie macht man das also? Zunächst einmal benötigt man ein Depot und ein Verrechnungskonto. Dazu wird man am besten Kunde bei einem Direkt Broker im Internet, wie z.B. Cortal Consors. Dazu dann aber mehr - wenn Sie mögen - im nächsten Marktschreier.

 

Herzlichst

Ihr Simon Quandt

 

sollten Sie Fragen zu den Finanztips haben erreichen Sie Herrn Quandt unter der Mailadresse Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.

 

Nicht verpassen!

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